Wie werden sich "Big Data"-Trends auf die Flugbranche auswirken

geschrieben von Till Spurny am 07.04.2014

Nicht erst seit dem dramatischen und bislang ungeklärten Verschwinden der Malaysian Airlines Maschine MH370 werden die Erwartungen an die Tech-Branche laut, ihren oftmals fantastisch klingenden Versprechungen hinsichtlich "Big Data"-Analysen nun auch tatsächlich nützliche Neuerungen folgen zu lassen.

Big Data habe zwar das Potenzial, den internationalen Flugverkehr und die Passagierbewegungen auf großen Flughäfen grundsätzlich zu revolutionieren, was auch bedeuten würde, dass in Zukunft kein Flugzeug mehr einfach spurlos im Indischen Ozean verschwinden könne, doch bislang ist die Branche hinter den selbstgeschürten Erwartungen zurück geblieben. 

Eines der ehrgeizigsten Prokjekte führt der Flughafen Sydney durch, der zusammen mit IBM eine neuartige Statistik-Software eingeführt hat, die über jede Bewegungen von Passagieren sowie über die Flugabwicklungen der Airlines Daten aufzeichnet (hier). Das ehrgeizige Ziel besteht darin, aus den Daten von Zollstellen, Gepäck-Transportsystemen, den Airlines selbst, Passagieren und den In-Airport-Shops ein umfangreiches Gesamtbild zu zeichnen, das es erlaubt, das Gesamterlebnis "Flugreise" aus Sicht der Passagiere zu verbessern. 

Ein anderes Big-Data-Experiment mit demselben Ziel wird am Londoner Flughafen Gatwick erprobt (hier). Mit Hilfe einer App habe das Team um Jim Slevin versucht, eine personalisierte "Airport Journey" für die Fluggäste zu kreieren. 

Inwiefern Big-Data-Analysen zu mehr Transparenz bei Flugpreisen und besseren Bedingungen für Verbraucher und Fluggäste führen können/werden, ist eine spannende Frage. Die Reisebranche steht zumindest aus Sicht der Investoren, Datenanalysten und Software-Unternehmen ganz weit oben auf der Liste der erfolgsversprechenden Zukunftsbereiche.

Doch wie immer gibt es keine erfolgreiche Entwicklung ohne zufriedene Kunden: Wer mit Big Data den Flug-Bereich verändern will, sollte in allererster Linie an die Kunden denken.